Manchmal muss es eben ein bisschen mehr sein. Dieses Gericht verleiht festlichen Anlässen die passende Geschmacksnote. Nicht ganz trivial in der Zubereitung wird man mit einem Festschmaus belohnt, der seines Gleichen sucht. Man kann sicher über das französische Originalrezept streiten – ein Hinweis sei in der Wikipedia zu finden. Die hier beschriebene Variante hat sich schon mehrfach zu so kritischen Anlässen wie Weihnachten bewährt. Da das Boeuf im Gegensatz zu einer Gans recht verzeihend ist, was das Timing angeht (macht also nix, wenn es 20 Minuten später auf den Tisch kommt), eignet es sich hervorragend, um die Familie und Freunde zu beglücken. Es sei noch eine Anmerkung zum Wein erlaubt: manche meiner Freunde und Bekannte erschrecken manchmal, wenn ich beim Kochen zum teuren Wein greife und ihn herzhaft in der Soße versenke. Aber meiner Ansicht nach kann ein Gericht nur gut werden, wenn auch gute Zutaten drin sind. Also nicht zu sehr am Wein sparen, denn er steuert viel Charakter und Geschmack bei. Weiterlesen
Archiv des Autors: Kai-Thomas Krause
Stollen / Christstollen
Der Stollen gehört ja bekannter Maßen zu den populären Weihnachtsgebäcken. Bei mir hat er sich vor knapp 10 Jahren in die Küche eingeschlichen. Seid dem bekomme ich jedes Jahr in der Weihnachtszeit die recht eindringliche Frage, ob ich denn wieder selber Stollen machen werde. Und jedes Jahr mache ich wieder einen. Warum? Selbst gemacht schmeckt in diesem Fall immer besser! Und man kann ein wenig mit den Zutaten spielen und nach seinem persönlichen Geschmack abstimmen (ich kenne z.B. viele Menschen die keine Rosinen / Korinthen mögen – für alle die es schon immer mal wissen wollten, wird der Unterschied im Übrigen hier erklärt). Auch wenn Stollen eigentlich ein wenig lagern sollte, mag ich darauf hinweisen, dass so richtig frischer Stollen auch extrem lecker ist – dummer Weise bekommt man den nur, wenn man ihn selber backt. Gekaufter Stollen ist teilweise schon recht lange vor der Saison vorgebacken, da er ja lange lagerfähig ist. Gut, die Zutatenliste ist lang, aber eigentlich ist die Zubereitung recht einfach. Und nun: ran an den Backofen!
Pasta al Salmone mit Romanesco
Ich mag Lachs. Vor allem wenn er frisch ist. Und Pasta so wie so. Entsprechend dürfte dieses Rezept als eines meiner Lieblingsrezepte gelten. Es kommt immer mal wieder auf den Tisch. Gerade auch weil die Zubereitung schnell von der Hand geht und es einfach super schmeckt. Regelmäßige Leser meines Blogs wissen ja mittlerweile, dass ich dazu neige fast alles selber zu machen und ohne Zusätze zu kochen. Dieses Rezept darf als Ausnahme von der Regel gesehen werden. Denn dafür braucht man Hummerbutter, bzw. Krustentierpaste. Und die hat nun mal neben eingekochtem Fond besagter Tiere auch die üblichen verdächtigen Geschmacksverstärker und Co. an Bord. In diesem Ausnahmefall ist es mir persönlich aber zu aufwändig, auch noch den Krustentierfond selber zu machen (und Fischfond reicht nicht für den Geschmack). Aber Achtung: Hummerbutter/Krustentierpaste gehören normalerweise nicht zum Sortiment des normalen Supermarktes. Also bitte vorher mal ein Feinkostgeschäft konsultieren. Die Kosten dafür sind allerdings eher gering.
Was den Lachs angeht, so nehme ich gerne frischen Lachs. Es geht aber (fast) genauso gut mit tiefgefrorenem. Abgesehen davon ist das eine ultimative Challenge für Euren Italiener um die Ecke. Wenn Ihr mal testen wollt, ob er frisch oder TK verwendet, bittet ihn beim nächsten Besuch doch mal die Schuppen dran zu lassen und kross anzubraten…
Zu diesem Gericht kann man normale Pasta nehmen, ich bevorzuge allerdings mittlerweile Vollkornpasta. Und das nicht aus ernährungstechnischen Gründen (bei dem Sahneanteil der Sosse ist da eh Hopfen und Malz verloren…), sondern schlicht, weil der sehr kernige Geschmack der Vollkornpasta sehr gut mit dem feinen Geschmack der Sosse korrespondiert. Weiterlesen
Gänsebraten / Weihnachtsgans mit Rotkohl
Immer zur Weihnachtszeit ist die Gans eigentlich der Klassiker in der Küche und auf dem Esstisch. In den meisten Fällen wird dem Vogel mit extrem viel Respekt begegnet, die meisten heben einen gleich in den Koch Olymp, wenn man ankündigt Gans zu machen. Dabei ist an der Zubereitung eigentlich nicht viel zu beachten, außer dass man Zeit mitbringen muss und meist nicht 100% den zeitlichen Ablauf planen kann, wann der Hauptgang nun fertig ist. Also mag ich hiermit jeden mit einem Backofen dazu ermutigen, mal einen Gans ins Rohr zu schieben und sich auszuprobieren. Gerne verweise ich ja auch mal auf den Einkauf von Bio Produkte. Das ist bei Gans grundsätzlich eine gute Idee – wer das allerdings vor hat sollte sich seelisch auf den Preis einstellen. Für eine echte Bio Gans sind gerne mal 15€ aufwärts pro Kilo fällig. Und noch eins gilt es zu beachten. Gänse sehen extrem groß aus, haben aber am Ende recht wenig Fleisch auf den Rippen. Die Mengenangaben hier beziehen sich also wirklich auf 4 Personen, die zwar hungrig, aber Genießer sind. Mehr als 6 Personen kriegt man eigentlich nicht von einer Gans bedient, wenn die Menge an Fleisch angemessen sein soll. Jetzt aber ran an den Vogel! Weiterlesen
Ungarischer Klassiker: Lángos
Die einfachsten Gerichte sind doch immer noch die besten. Mittlerweile hat der Lángos seinen Weg auch nach Deutschland gefunden. Zwar noch nicht überall, aber immerhin in Süddeutschland und im Norden auch auf den Weihnachtsmärkten findet man die ungarische Leckerei. In Budapest ist der beste Ort um Lángos zu essen sicherlich die Markthalle an der Freiheitsbrücke. Dort findet man im ersten Stock kleine Läden, bei denen man den besten Lángos bekommt. Es gibt ihn mit verschiedensten Belägen, aber eigentlich ist der Klassiker mit Knoblauchöl, Schmand und Käse. Man muss den Lángos einfach genießen und schlicht mal die Kalorientabelle ausblenden 😉 Weiterlesen
Rote Beete Salat mit Kichererbsen
Dieses Rezept ist für mich ein weiterer Beweis für die Daseinsberechtigung der Roten Beete. Ein oft missverstandenes Gemüse, das die meisten von uns noch nie frisch vor der Nase gehabt haben dürften. Auch gehörte lange Jahre zu den Verächtern der fertig zubereiteten Supermarkt Rote Beete. Ich mochte den Geschmack nicht. Als ich das erste Mal frische Rote Beete zubereitet habe, war mein Staunen nicht gerade klein. Geschmacklich ist sie nicht mit dem gleichnamigen Etwas aus dem Supermarkt zu vergleichen. Es sei also jedem Menschen mit Zugriff auf einen Markt ans Herz gelegt sich mal ein paar frische Knollen zu besorgen und was frisches mit ihr zu probieren! Diesen Salat zum Beispiel, der klasse als Beilage oder mit frischem Brot auch als Hauptgang taugt. Weiterlesen
Leckeres ungarisches Gebäck: Pogàcsa
Dieses Rezept ist ein weiterer Klassiker der ungarischen Küche. Die kleinen Gebäckstücke kann man wunderbar einfach so weg knabbern oder zu Drinks oder Suppe reichen. Eigentlich kann man sie immer essen. Frisch gebacken sind sie eine echte Delikatesse. Die Kinder unserer Freunde haben sie ob der recht schwierigen Aussprache einfache „Käsekekse“ getauft 🙂 Weiterlesen
Salat mit dicken Bohnen und Thunfisch
Salat muss nicht langweilig sein. Im Gegenteil. Unlängst lagen frische dicke Bohnen auf meinem Küchentisch und ein großes Fragezeichen darüber, was ich denn nun damit anstelle. Irgendwie (nicht nachvollziehbar) kam ich auf die Idee mit dem Salat. Es ist eine interessante Kombination aus den verschiedenen Zutaten. Recht schnell bereitet, mit einfachen Zutaten und sehr schlicht. Und doch raffiniert und sehr lecker. Weiterlesen
Birnenmarmelade
Marmeladen sind eine wundervolle Sache. Ich finde sie konservieren ein Stück vom Sommer in einem Glas, das man jederzeit öffnen kann. Dazu ein frisches Brot und Butter – ich brauche nichts Anderes mehr. Um so verwunderlicher, dass ich bis jetzt noch nicht selber zum Kochlöffel gegriffen habe. Nun wurde ich mehr oder weniger dazu gezwungen, als ein Bekannter mir 3kg reife Birnen aus seinem Garten in die Hand drückte. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich keine Ahnung hätte, was ich mit so viel Birnen anfangen soll, aber er meinte nur, dass ich mir schon was einfallen lassen würde. Gut, hier nun der Einfall: ein Marmelade kochen.
Kleine Anekdote dazu: Marmelade findet man normaler Weise nicht mehr auf dem Glas, wenn man Birnenmarmelade kauft. Das liegt an wunderbaren Namensregelungen, die Marmelade den Zitrusfrüchten vorbehält. Zu diesem durchaus amüsanten Bereich komplett unnützen und überflüssigen Wissens hier ein aufklärender Link zur Wikipedia. Zumindest taugt es für lustige Diskussionen am Frühstückstisch 😉 Weiterlesen
Lecker Fisch: Seelachsfilet in Panade
Seelachsfilets muss man nicht selber machen. Seelachsfilets gibt es natürlich auch schön fertig tiefgefroren. Und nur damit wir alle ein klein wenig schlauer werden: der Seelachs heißt nur Seelachs, weil irgendwas mit „Lachs“ dran besser klingt also sen Originalname Köhler – aber dazu mehr in der Wikipedia. So, jetzt aber mal im Ernst: Es ist sehr leicht Seelachsfilets selber zu machen, man kann frische Filets vom Fischhändler oder Großmarkt bekommen und schmecken tut es alle mal besser. Wer also Kapitän Igxxxxx (Name von der Redaktion verändert) den Kampf ansagen will sollte dieses Rezept unbedingt ausprobieren. Du wirst überrascht sein, WIE gut es ist! Und abgesehen davon ist das Seelachsfilet ja quasi die Beilage zur selbst gemachten Remoulade – oder andersrum, je nach Geschmack…









